Archiv für den Monat: Januar 2017

Schulessen: Ein Viertel landet in der Tonne

24.01.2017 15:57 Schulessen: Ein Viertel landet in der Tonne Dr. Michael Welling Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei Rund 25 % der in Schulkantinen und -mensen zubereiteten Speisen werden nicht gegessen, sondern landen als Lebensmittelabfälle in der Tonne. Das ist ein Teilergebnis aus dem Forschungsprojekt REFOWAS (REduce FOod WASte), das vom Thünen-Institut, de

Quelle: Schulessen: Ein Viertel landet in der Tonne Bild (C) Verbraucherzentrale NRW

Den Wert der Lebensmittel entdecken

Bibel und Liturgie

… in kulturellen Räumen Band 89 Heft 4/2016

Brot und Wein heißt die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Bibel und Liturgie
©

Brot und Wein

Zu diesem Heft

Brot und Wein vernetzen den Alltag und das Fest, sie öffnen den Alltag gleichsam „nach oben“, und im Gegenzug erden sie die Religion: das Gewöhnlichste als Verdichtung und Verortung des Heiligen. In traditionell-katholischer Sprache: das „Sakrament des Altares“ – ein Tisch mit Brot und Wein, weil sich lebens-näher kaum das Wunder des immer neu geschenkten und des befreiten Lebens zeigen („demonstrieren“) lässt.

Paul Deselaers lenkt den Blick auf die eigene Bedürftigkeit, die die „heiligen Fundsachen und Lebensschätze“ erst zum Strahlen bringt. Welche Rolle die Nahrungsmittel Brot und Wein in der Bibel spielen, zeigen Kathrin Gies und Egbert Ballhorn auf. Im Hebräischen ist „Brot“ das Nahrungsmittel schlechthin, beides wird mit dem gleichen Wort bezeichnet. Welche Rolle der Wein und alles rund um den Weinbau in der Bibel spielt, ging mir erst beim Blick in die Konkordanz auf: „Wein“ ist eines der beliebtesten Substantive in der Bibel. Georg Langenhorst schließt mit seiner Spurensuche in der Lyrik der letzten 200 Jahre diesen ersten Block an Beiträgen ab und leitet über zum zweiten: Um das Motiv von Brot und Wein lässt sich eine Lebens- und Weltdeutung bauen, die spezifisch christliche Ausrichtung verliert zunehmend an Überzeugungskraft.

Zentrale Texte dieser christlichen (katholischen) „Abendmahlsfrömmigkeit“ stehen im Zentrum der Aufsätze von Dorothee Bauer und Josef Wohlmuth. Die Autorin deutet die Sequenz des Fronleichnamfestes und bezieht die musikalische Transposition bei Oliver Messiaen mit ein; der Autor erschließt die Deuteworte der Gabenbereitung in einer genauen Lektüre neu.

Die bibelwissenschaftlichen, literarischen und systematisch-theologischen Zugänge dürfen nicht vergessen lassen, dass einem großen Teil der Menschheit das tägliche Brot nicht gegeben wird. Brigitta Herrmann skizziert aus sozialethischer Perspektive Lösungsansätze für diesen ungeheuerlichen Skandal, der eigentlich niemanden ruhen lassen dürfte.

Über ein innovatives Bildungsangebot an der Universität Osnabrück berichten Uwe Neumann, Oliver M. Gillen und Sinja Behrens; es geht um ein wiederzugewinnendes Bewusstsein für den Wert der Lebensmittel, die Zubereitung und das gemeinsame Essen.